Vom Londoner Gartenschuppen zum deutschen Produktionsstudio: Die Geschichte von Pasinga Props
Manchmal beginnt eine Marke nicht mit einem Businessplan, einem großen Atelier oder einer perfekt durchdachten Produktlinie. Manchmal beginnt sie während eines Auslandsjahres nach dem Uni-Abschluss – in einem Gartenschuppen, mit einer Kamera, einem Stück Beton und der Idee, daraus etwas Besonderes zu schaffen.
Bei Pasinga Props war es ein Beton-Diamant.
Ursprünglich als skulpturales Objekt entworfen, vereinte der Diamant Ästhetik und Funktion: Er konnte als Paperweight dienen, aber ebenso als Halter für Armreifen und anderen Schmuck. Ein kleines Objekt, irgendwo zwischen Skulptur, Designobjekt und praktischem Display.
Der erste große Auftrag ließ nicht lange auf sich warten: Der Beton-Diamant wurde als Gastgeschenk für eine Hochzeit ausgewählt.
Was damals als einzelnes Experiment begann, sollte den Grundstein für die weitere Geschichte von Pasinga Props legen.

Der erste Diamant
Die Geschichte der Skulpturen bei Pasinga Props beginnt mit einer einfachen geometrischen Form: einem Diamanten aus Beton.
In London entstanden die ersten Exemplare in einer kleinen, improvisierten Werkstatt – einem Gartenschuppen, der nach und nach zum kreativen Produktionsort wurde.
Der Gedanke dahinter war typisch für die spätere Arbeit von Pasinga Props: Ein Objekt sollte nicht nur schön aussehen, sondern auch eine Funktion haben.
Der Beton-Diamant konnte als schwerer Paperweight auf einem Schreibtisch liegen. Gleichzeitig ließ sich Schmuck daran präsentieren – insbesondere Armreifen.
Damit war bereits vieles angelegt, was Pasinga Props später ausmachen sollte:
Skulptur. Funktion. Material. Präsentation.
Die ersten' Diamanten' und Skulpturen wurden über Etsy verkauft und aus einem einzelnen skulpturalen Design entwickelte sich langsam eine ganze Welt von Formen und Props.

Von einem Beton-Diamanten zu einer Sammlung von Formen
Der Diamant war der Anfang, danach entstanden weitere geometrische Objekte, Formen und Displays, die zunehmend für die Präsentation von Schmuck und kleinen Produkten gedacht waren.
Die Grenzen zwischen Kunstobjekt, Requisite und funktionalem Display wurden dabei immer fließender.
Ein Objekt konnte gleichzeitig Skulptur und Schmuckhalter sein.
Ein geometrischer Block konnte als Foto-Prop dienen und gleichzeitig eine Kollektion präsentieren.
Ein Display musste nicht wie ein klassischer Schmuckständer aussehen.
Es konnte selbst Teil des visuellen Konzepts werden.
Diese Idee ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der Designsprache von Pasinga Props.

Von der Werkstatt auf Londons Märkte
Die Entwicklung fand nicht nur online statt.
London wurde zum ersten großen Testfeld für die neuen Designs.
Die Produkte wurden auf verschiedenen Märkten und Designveranstaltungen präsentiert – unter anderem am Camden Lock und auf Crafty Fox Markets.
Dort entstand ein direkter Austausch mit Menschen, die sich für Design, Handwerk und unabhängige Marken interessierten. Für ein kleines Label war dieser persönliche Kontakt besonders wertvoll.
Welche Formen bleiben den Menschen im Gedächtnis? Welche Objekte werden in die Hand genommen? Was funktioniert als Geschenk? Und welche Designs eignen sich tatsächlich für Schmuck?
Solche Begegnungen halfen dabei, die Produktwelt weiterzuentwickeln und zu verändern.
Ein besonderer Moment war später das London Design Festival - Tent London 2016 und Etsy-Events wie in Person zu verkaufen auf dem Dach von John Lewis an der Oxford Street.
Für eine Marke, deren Geschichte in einem kleinen Londoner Gartenschuppen begonnen hatte, war es ein bemerkenswerter Schritt.
Vom eigenen Arbeitsplatz auf Londons Märkte – und schließlich auf das Dach eines der bekanntesten Kaufhäuser der Stadt.

Etsy als Sprungbrett
Parallel zu den Märkten wuchs der Etsy-Shop. Die Plattform wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt für die ersten Verkäufe und ermöglichte es, die handgefertigten Designs über London hinaus einem internationalen Publikum anzubieten.
Der ursprüngliche Etsy-Shop 'PASiNGA' erreichte schließlich fast 7.000 Kundinnen und Kunden und sammelte mehr als 1.100 Bewertungen mit durchschnittlich 4,9 von 5 Sternen.
Doch Etsy brachte nicht nur Verkäufe. Es brachte Kontakte und einige dieser Kontakte führten zu Projekten mit Geschäften, Marken und Institutionen.
Von unabhängigen Shops bis Selfridges and Liberty London
Mit der Zeit fanden die Props ihren Weg in immer mehr reale Verkaufsräume.
Pasinga Props produzierte Displays für unabhängige Indie-Shops ebenso wie für bekannte Londoner Institutionen und Marken.
Zu den Projekten gehörten unter anderem Heritage London, der National Portrait Gallery Shop, Tate Modern Shop, Liberty London, Selfridges und Schmuckmarken wie Lark & Berry, Aurum und viele weitere unabhängige Shops und kreative Unternehmen.
Dabei entstanden ganz unterschiedliche Anforderungen. Ein Schmucklabel braucht ein Display, das eine Kollektion in Szene setzt. Ein Museumsshop benötigt Objekte, die sich in eine besondere Umgebung einfügen. Ein Kaufhaus hat andere Anforderungen an Präsentation und Markenwirkung. Und ein unabhängiger Concept Store sucht oft nach genau den ungewöhnlichen Objekten, die ihn von anderen Geschäften unterscheiden.
Die gemeinsame Aufgabe bleibt jedoch immer dieselbe:
Ein Produkt braucht eine Bühne.

Pasinga Props vor der Kamera – und in Magazinen
Die skulpturalen Eigenschaften der Props machten sie außerdem interessant für Fotografie und Editorials.
Neben kommerziellen Produktpräsentationen wurden die Objekte für Magazine und kreative Fotoshootings eingesetzt.
Teilweise entstanden Props sogar exklusiv für bestimmte Editorials – wie beispielsweise für das Wylde Magazine oder Elle Decoration.

Solche Projekte sind besonders spannend, weil hier nicht einfach ein bestehendes Produkt aus dem Sortiment verwendet wird.
Stattdessen entsteht ein Objekt speziell für ein bestimmtes Bild, eine Kollektion oder eine visuelle Geschichte.
Das Display selbst wird zum Bestandteil des Bildes.
Es kann eine Form wiederholen, einen Kontrast schaffen, eine Komposition ausbalancieren oder einer Schmuckkollektion eine bestimmte Atmosphäre geben.
Damit schließt sich der Kreis zurück zur ursprünglichen Idee des Beton-Diamanten.
Ein Objekt kann schön, funktional und gleichzeitig ein eigenständiges Gestaltungselement sein.

Der Weg zurück nach Deutschland
Der Weg von London zurück nach Deutschland war kein einzelner Entschluss und auch keine rein geschäftliche Entscheidung.
Er war geprägt von einer Welt, die sich veränderte.
Zunächst kam der Brexit. Plötzlich wurde aus dem unkomplizierten Hin und Her zwischen Großbritannien und Deutschland etwas Komplizierteres. Was früher selbstverständlich gewesen war – ins Flugzeug steigen, Familie besuchen, für ein Projekt reisen oder einfach zwischen zwei Ländern pendeln – fühlte sich auf einmal anders an.
Und dann kam Corona. Der Lockdown veränderte noch einmal alles.
Mitten in dieser Zeit kam unser Familienzuwachs. Eine Zeit, in der ohnehin vieles stillstand, wurde plötzlich auch zu einer Zeit des Nachdenkens: Wo wollen wir als Familie leben? Wo möchten wir unsere Kinder aufwachsen sehen? Und wie nah möchten wir an unserer Familie sein?
Die Antwort wurde mit der Zeit immer klarer. Deutschland rückte wieder näher.
Nicht, weil London weniger schön geworden wäre. Im Gegenteil.
London bleibt ein Teil von uns
London war und ist eine ganz besondere Zeit in unserem Leben.
Es war aufregend, manchmal chaotisch, kreativ und voller Möglichkeiten. Es war die Zeit, in der wir unseren eigenen Weg gefunden und gelernt haben, selbstständig zu arbeiten, Dinge auszuprobieren und aus Ideen tatsächlich etwas entstehen zu lassen.
London war ein bisschen wie das Erwachsenwerden.
Und vielleicht ist genau deshalb die Geschichte von Pasinga so eng mit dieser Zeit verbunden.
Denn auch Pasinga ist in London erwachsen geworden.
Was mit einem Beton-Diamanten in einem Gartenschuppen begann, wurde über die Jahre zu einem immer klarer werdenden Unternehmen. Aus einzelnen Skulpturen wurden Produkte. Aus Produkten wurden Displays. Aus ersten Etsy-Verkäufen entstanden Sets, standardisierte Designs und eine wachsende internationale Kundschaft.
Und irgendwann war Pasinga nicht mehr nur ein kreatives Experiment.
Es war eine eigene Marke.
Von PASiNGA zu Pasinga Props
Mit dem Umzug nach Deutschland begann deshalb nicht einfach etwas völlig Neues.
Vielmehr wurde aus den Erfahrungen der Londoner Jahre der nächste Entwicklungsschritt.
Die Marke wurde klarer: Pasinga Props.
Die Produktwelt wurde strukturierter und umfasst heute Displays, Sets und Standardprodukte, die sich unkompliziert für unterschiedliche Anwendungen einsetzen lassen.
Gleichzeitig entstand etwas, das uns heute besonders wichtig ist:
mehr Raum für das Ungewöhnliche.
Denn je klarer die Standardprodukte und Abläufe wurden, desto mehr Möglichkeiten entstanden, sich auf individuelle Projekte zu konzentrieren.
Auf Displays, die es so noch nicht gibt.
Auf besondere Formen.
Auf Skulpturen.
Auf Ideen, die nicht in ein bestehendes Produktformat passen.

Standard ist bei uns nicht gleich Standard
Auch wenn du dich für eines unserer bestehenden Designs entscheidest, bist du nicht unbedingt an eine feste Größe oder eine einzige Ausführung gebunden.
Viele unserer Designs lassen sich individuell anpassen.
Eine andere Größe.
Eine bestimmte Farbe.
Eine Kombination aus mehreren Formen.
Mehrere Elemente als Set.
Oder eine Variante, die genau auf deine Produkte, deine Fotografie oder deinen Verkaufsraum abgestimmt ist.
Das ist oft der perfekte Mittelweg: Du musst das Rad nicht neu erfinden, bekommst aber trotzdem eine Lösung, die zu deinen Anforderungen passt.
Du kannst mit einem bestehenden Design starten und es gemeinsam mit uns weiterentwickeln.
Nicht sicher, welcher Prop der richtige ist? Genau dabei helfen wir.
Manchmal weiß man ganz genau, was man sucht.
Und manchmal weiß man nur:
Mein Produkt braucht etwas – aber was genau?
Gerade bei Schmuck und kleinen Produkten kann die Auswahl des richtigen Props überraschend schwierig sein.
Welche Form bringt das Produkt zur Geltung?
Welche Höhe funktioniert für die Fotografie?
Braucht es einen einzelnen Block oder ein ganzes Set?
Welche Oberfläche passt zur Ästhetik der Marke?
Hier kommt unsere Erfahrung ins Spiel.
Durch die vielen Jahre in Produktfotografie, Styling, Retail und der Entwicklung eigener Props können wir oft schon anhand des Produkts und des gewünschten Einsatzbereichs einschätzen, welche Formen, Größen und Kombinationen gut funktionieren könnten.
Du musst also nicht unbedingt schon die perfekte Lösung kennen.
Du kannst uns auch einfach zeigen, was du präsentieren möchtest.
Gemeinsam finden wir heraus, was dafür funktioniert.

Custom Design bedeutet bei uns nicht: Du musst das Design mitbringen.
Bei individuellen Projekten ist es ähnlich.
Vielleicht hast du bereits eine sehr konkrete Vorstellung. Dann setzen wir diese gemeinsam um.
Vielleicht hast du aber auch nur eine grobe Idee:
„Ich brauche etwas für diese Kollektion.“
„Es sollte organisch aussehen.“
„Der Ring soll auf eine bestimmte Art fotografiert werden.“
Oder:
„Ich finde einfach nichts, das zu meiner Marke passt.“
Dann beginnt der eigentliche Designprozess.
Du bringst dein Produkt, deine Marke, deine Anforderungen und deine Idee mit – den Designprozess übernehmen wir.
Von der ersten Überlegung über Form und Proportionen bis hin zur Material- und Oberflächenwahl entwickeln wir eine Lösung, die zu deinem Produkt und seinem Einsatz passt.
Dabei geht es nicht darum, möglichst kompliziert oder außergewöhnlich zu gestalten.
Es geht darum, die richtige Lösung zu finden.
Manchmal ist das ein sehr reduziertes Objekt.
Manchmal ein Set aus mehreren Formen.
Und manchmal entsteht eine komplett neue Skulptur.
Du musst kein Designer sein
Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte.
Wenn du zu Pasinga Props kommst, musst du nicht bereits wissen, wie dein perfektes Display aussehen soll.
Du musst auch keine technische Zeichnung mitbringen.
Deine Aufgabe ist es, uns zu zeigen, was du präsentieren möchtest und was du damit erreichen willst.
Unsere Aufgabe ist es, daraus eine visuelle und funktionale Lösung zu entwickeln.
Genau diese Zusammenarbeit macht individuelle Projekte so spannend.
Denn am Ende soll nicht einfach ein „Custom Prop“ entstehen.
Es soll dein Prop sein.
Eines, das zu deinem Produkt, deiner Bildsprache und deiner Marke passt.

Handgemacht bedeutet bei uns: nicht beliebig
Jedes Stück wird in unserem Studio gefertigt.
Materialien wie Beton, Metall und Acryl werden nicht einfach zu einem anonymen Massenprodukt verarbeitet. Die handwerkliche Herstellung sorgt dafür, dass jedes Stück seine eigene Oberfläche und seinen eigenen Charakter bekommt.
Gerade bei Beton gehört ein gewisses Maß an Unregelmäßigkeit dazu.
Wir finden: Das ist kein Makel.
Es ist der Unterschied zwischen einem industriell identischen Produkt und einem Objekt, das tatsächlich von Hand entstanden ist.
Erfahrung, die man nicht auf den ersten Blick sieht
Hinter jedem Display stehen Jahre des Ausprobierens.
Von den ersten Beton-Diamanten im Londoner Gartenschuppen über Camden Lock, das London Design Festival und Crafty Fox Market bis zu Projekten für Selfridges, den National Portrait Gallery Shop, Heritage London und Lark & Berry.
Dazu kommen unzählige Produktfotos, Editorials, individuelle Anfertigungen und die tägliche Erfahrung damit, wie Produkte präsentiert werden.
Diese Erfahrung fließt in jedes neue Design ein.
Wir wissen nicht nur, wie etwas gut aussieht.
Wir wissen auch, warum es funktioniert.

Eine Bühne für das, was du geschaffen hast
Du hast Zeit, Können und Leidenschaft in dein Produkt gesteckt.
Es verdient eine Präsentation, die dasselbe vermittelt.
Ob für deinen Online-Shop, ein Fotoshooting, Social Media, einen Pop-up-Store, eine Messe, ein Schaufenster oder den täglichen Einsatz in deinem Geschäft:
Pasinga Props soll nicht dein Produkt ersetzen. Es soll ihm Raum geben.
Das ist die Idee, die seit dem ersten Beton-Diamanten geblieben ist.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum du bei Pasinga Props richtig bist.
Nicht weil wir die größten sind.
Nicht weil jedes Display perfekt identisch aus einer Fabrik kommt.
Sondern weil wir seit Jahren daran arbeiten, Produkte sichtbar zu machen.
Mit Erfahrung.
Mit Handarbeit.
Mit einer klaren Designsprache.
Und mit der Bereitschaft, gemeinsam etwas Besonderes zu entwickeln.
Vom Gartenschuppen zur nächsten Idee
Wenn wir heute zurückblicken, fühlt sich die Entwicklung von Pasinga Props ein bisschen wie unsere eigene Entwicklung an.
Wir sind in London erwachsen geworden.
Wir haben dort gelernt, ausprobiert, Fehler gemacht, neue Wege eingeschlagen und herausgefunden, was uns wirklich wichtig ist.
Und Pasinga hat genau das Gleiche getan.
Aus einer kleinen Idee wurde ein Unternehmen.
Aus einem Beton-Diamanten wurde eine ganze Welt von Displays und Props.
Aus improvisierter Produktion wurde ein professionelles Studio.
Und aus einem breiten kreativen Experiment wurde eine Marke mit einer klaren Handschrift.
Heute ermöglicht uns die Produktion in Deutschland, uns immer stärker auf das zu konzentrieren, was uns besonders begeistert: einzigartige Displays, individuelle Props und skulpturale Arbeiten.

Standardprodukte und Sets bleiben dabei eine wichtige Grundlage. Aber daneben entsteht zunehmend Raum für Einzelstücke – für besondere Formen, individuelle Anfertigungen und Objekte, die irgendwo zwischen Skulptur, Produktdisplay und Kunstobjekt liegen.
Damit schließt sich ein Kreis. Denn genau dort hat alles angefangen. Mit einem einzelnen skulpturalen Objekt aus Beton. Mit einem Diamanten, der Paperweight und Schmuckhalter zugleich war. Und mit der einfachen Idee, dass ein Objekt mehr sein kann als nur funktional.
Es kann eine Geschichte erzählen.
Es kann ein Produkt in Szene setzen.
Und es kann selbst zum Blickfang werden.
Vom Londoner Gartenschuppen zum deutschen Produktionsstudio – Pasinga Props ist dabei nicht einfach gewachsen. Es ist mit uns erwachsen geworden.
Und vielleicht ist jetzt der richtige Moment, die nächste Idee gemeinsam entstehen zu lassen.
Auf bald,
Antje xx
